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Du liest: Zeitumstellung & Zyklus

Hat die geklaute Stunde Einfluss auf Deine Periode und die Pille?

Kennst Du das Gefühl, wenn Dich die Zeitumstellung total aus dem Takt bringt? Du bist müde, gereizt und Dein Körper wirkt irgendwie „neben der Spur“. Und dann fragst Du Dich vielleicht auch: Kann dieser Mini-Jetlag meinen Zyklus durcheinanderbringen? Oder sogar die Wirkung der Pille beeinflussen?

Am nächsten Wochenende ist es wieder so weit: In der Nacht von Samstag, 28. auf Sonntag, 29. März 2026 wird die Uhr eine Stunde vorgestellt – von 2:00 Uhr auf 3:00 Uhr. Wir verlieren zwar eine Stunde Schlaf, aber wir gewinnen längere, hellere Abende. Doch für viele bringt die Umstellung auch etwas Durcheinander in den Alltag – und in wichtige Routinen.

Warum die innere Uhr so sensibel auf Licht reagiert

Unsere innere Uhr – auch zirkadianer Rhythmus genannt – steuert Prozesse wie Schlaf, Verdauung, Hormonausschüttung und Körpertemperatur. Sie orientiert sich dabei hauptsächlich an Licht und Dunkelheit.

Wenn es draußen hell wird, wird die Produktion des Schlafhormons Melatonin gebremst und der Körper schüttet vermehrt Cortisol aus – das hilft uns, wach zu werden. Im Frühling kurbelt das vermehrte Tageslicht außerdem die Serotoninproduktion an, was sich positiv auf unsere Stimmung auswirkt, den Körper aber auch vor eine Anpassungsleistung stellt.

Und was hat das mit dem Zyklus zu tun?

Hormone wie Melatonin beeinflussen auch den weiblichen Zyklus – indirekt über komplexe Regelkreise, die mit der Ausschüttung von Östrogen und Progesteron zusammenhängen.

Studien zeigen:

  • Bei Schichtarbeit, Jetlag oder chronischem Schlafmangel kommt es häufiger zu Zyklusunregelmäßigkeiten.

  • Auch wenn die Zeitumstellung nur einen kleinen „Mini-Jetlag“ verursacht, kann sie bei sensiblen Personen spürbare Veränderungen bewirken – z. B. leicht verschobene Perioden oder intensiveres PMS.

Besonders betroffen: Menschen mit bestehenden Zyklusstörungen (z. B. PCOS), starkem PMS oder einem sehr empfindlichen Schlaf-Wach-Rhythmus.

Hat die Zeitumstellung Einfluss auf die Wirkung der Pille?

Direkt? Nein. Die Zeitumstellung gefährdet die Wirksamkeit der Antibabypille nicht. Da die Uhr vorgestellt wird, nimmst Du Deine Pille (im Vergleich zur Sonnenzeit) technisch gesehen eine Stunde früher ein. Da das Sicherheitsfenster bei den meisten Kombinationspillen 12 Stunden beträgt, ist diese Verschiebung absolut unbedenklich.

Tipp: Behalte Deine gewohnte Uhrzeit einfach bei. Wenn Du die Pille immer um 20:00 Uhr nimmst, nimm sie auch nach der Zeitumstellung um 20:00 Uhr (neuer Zeit).

Schlaf, Stimmung & PMS: Was die geklaute Stunde mit Dir machen kann

Die Frühjahrszeitumstellung gilt als körperlich belastender als die im Herbst. Der Körper verliert eine Stunde Regenerationszeit und muss sich auf die neue Lichtsituation einstellen.

Studien zeigen:

  • Es kommt häufiger zu Einschlafproblemen und Gereiztheit in der ersten Woche nach der Umstellung.

  • Viele Frauen berichten von verstärkten Symptomen rund um die Periode – wie Heißhunger, Stimmungsschwankungen oder Abgeschlagenheit, da der Hormonhaushalt eng mit dem Schlafrhythmus verknüpft ist.

Was Du tun kannst, um in Balance zu bleiben

  1. Guter Schlaf ist Gold wert: Geh am Wochenende der Umstellung 15 Minuten früher ins Bett als sonst, um den Übergang sanfter zu gestalten.

  2. Tageslicht tanken: Versuche, am Morgen direkt natürliches Licht zu bekommen – das hilft, Deine innere Uhr neu zu justieren.

  3. Bewegung & Frischluft: Ein Spaziergang am Nachmittag kurbelt das Serotonin an und erleichtert das Einschlafen am Abend.

Dein Spickzettel für 2026 In der Nacht vom 28. auf den 29. März 2026 wird die Uhr eine Stunde vorgestellt – von 2 Uhr auf 3 Uhr.

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