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Du liest: Welche Milchpumpe ist die richtige für mich? Manuell vs. elektrisch vs. Doppelpumpe

Manuell, elektrisch, Einfach- oder Doppelpumpe – der Markt für Milchpumpen ist riesig und auf den ersten Blick unübersichtlich. Welche Pumpe am besten zu Dir passt, hängt von Deiner Situation ab. Hier bekommst Du einen ehrlichen Überblick.

 


 

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Es gibt keine universell „beste" Milchpumpe – die richtige Wahl hängt davon ab, wie oft und wie lange Du pumpst.

  • Manuelle Pumpen eignen sich für gelegentliches Abpumpen; elektrische für regelmäßige Nutzung.

  • Doppelpumpen sparen Zeit und können die Milchmenge erhöhen.

  • Krankenkassen übernehmen unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten – lies dazu unseren separaten Artikel.

  • Achte immer auf Brusthaubengröße, Hygienemöglichkeiten und Kompatibilität mit Ersatzteilen – und denke daran, dass Membranen und Ventile regelmäßig ausgetauscht werden müssen.

 


 

Bevor Du kaufst: Diese Fragen solltest Du Dir stellen

Bevor Du in den nächsten Onlineshop springst, lohnt es sich, einen Moment innezuhalten. Denn welche Pumpe sinnvoll ist, hängt stark davon ab, wie Du stillen möchtest:

  • Pumpst Du nur gelegentlich – zum Beispiel, weil Du einen Abend weggehen möchtest?

  • Pumpst Du regelmäßig, weil Du arbeitest oder Dein Baby aus medizinischen Gründen nicht direkt trinken kann?

  • Möchtest Du ausschließlich abpumpen?

  • Pumpst Du auf einer oder beiden Seiten gleichzeitig?

Je nach Antwort unterscheiden sich die Anforderungen erheblich. Lass uns die drei häufigsten Varianten durchgehen.

 


 

Die manuelle Milchpumpe

Eine manuelle Pumpe funktioniert ganz ohne Strom – Du erzeugst den Sog durch manuelles Pumpen mit einem Hebel oder Pistolengriff. Das klingt anstrengend, und ja: Für beide Hände über 20 Minuten pumpen ist nicht wirklich entspannend. Aber für manche Situationen ist sie genau richtig.

Vorteile:

  • Günstig (ca. 20–60 Euro)

  • Leise und diskret

  • Keine Stromquelle nötig

  • Kompakt und leicht – ideal für unterwegs

Nachteile:

  • Anstrengend bei häufiger Nutzung

  • Nur eine Seite gleichzeitig möglich

  • Milchfluss kann langsamer sein als bei elektrischen Modellen

Für wen geeignet? Du stillst überwiegend direkt, möchtest aber gelegentlich Milch vorpumpen – zum Beispiel für einen Abend ohne Baby oder um etwas Milch zu bevorraten.

 


 

Die elektrische Einfachpumpe

Eine elektrische Pumpe übernimmt die Arbeit für Dich – Du stellst Sog und Rhythmus ein und lehnst Dich zurück (zumindest ein bisschen). Elektrische Pumpen ahmen in der Regel den zweiphasigen Saugrhythmus des Babys nach und sind dadurch effektiver als manuelle Modelle.

Vorteile:

  • Weniger anstrengend

  • Effektiver als manuelles Pumpen

  • Verschiedene Saugstufen und -rhythmen einstellbar

  • Gut für regelmäßige Nutzung

Nachteile:

  • Teurer als manuelle Pumpen (ca. 60–200 Euro)

  • Braucht Strom oder Akku

  • Größer und schwerer

  • Lauter (je nach Modell)

Für wen geeignet? Du pumpst mehrmals täglich, zum Beispiel weil Du wieder arbeitest oder weil Du Deine Milchmenge aufbauen möchtest.

 


 

Die elektrische Doppelpumpe

Eine Doppelpumpe erlaubt Dir, beide Brüste gleichzeitig abzupumpen. Das klingt erstmal nur nach Zeitersparnis – aber es steckt mehr dahinter: Studien zeigen, dass gleichzeitiges beidseitiges Abpumpen den Prolaktinspiegel stärker ansteigen lässt, was die Milchmenge langfristig erhöhen kann.

Vorteile:

  • Spart bis zu 50% der Pumpzeit

  • Kann die Milchmenge erhöhen

  • Ideal für Frauen, die viel oder ausschließlich pumpen

  • Oft von der Krankenkasse als Leihgerät erhältlich

Nachteile:

  • Teurer (ca. 150–400 Euro im Kauf)

  • Mehr Teile = mehr Reinigungsaufwand

  • Erfordert etwas Eingewöhnung

Für wen geeignet? Du pumpst ausschließlich, hast ein Frühgeborenes oder ein Baby mit Saugproblemen, oder Deine Milchmenge ist niedrig und Du möchtest sie aktiv steigern.

 


 

Tragbare und freihändige Milchpumpen (Wearables)

Eine neuere Kategorie sind sogenannte „Wearable Pumps" – kleine, in den BH integrierbare Pumpen, die Du während des Tragens nutzen kannst. Sie sind diskret und erlauben Dir, gleichzeitig andere Dinge zu tun.

Achtung: Diese Pumpen sind oft weniger effektiv als klinische oder gute elektrische Pumpen und eignen sich meist nicht dafür, die Milchmenge aufzubauen. Als Ergänzung eignen sie sich am besten, wenn Deine Milchmenge bereits gut etabliert ist – erfahrungsgemäß ab etwa 6–8 Wochen nach der Geburt. In der frühen Aufbauphase der Laktation solltest Du Dich nicht ausschließlich auf sie verlassen.

 


 

Kaufen oder leihen? Und: Was ist mit Gebrauchtpumpen?

Gute Krankenhaus-Milchpumpen (sogenannte klinische Pumpen) sind sehr effektiv – und sehr teuer (300–1.000 Euro). Viele Krankenkassen übernehmen die Leihgebühr für solche Pumpen auf Rezept. Das lohnt sich vor allem dann, wenn Du eine medizinische Indikation hast oder ausschließlich pumpst. Ob Du Anspruch auf eine Milchpumpe auf Rezept hast, erfährst Du in unserem Artikel zur Krankenkassen-Erstattung.

Ein wichtiger Hinweis zu Hygiene und Gerätebauweise: Klinische Leihpumpen sind als sogenannte Mehrbenutzer-Pumpen mit einem geschlossenen System gebaut. Das bedeutet: Die Milch kann nicht in das Motorgehäuse gelangen. Das ist ein wesentlicher Hygienvorteil gegenüber vielen Kaufpumpen, die ein offenes System haben. Deshalb ist es aus hygienischen Gründen nicht empfehlenswert, eine gebrauchte Einzelpumpe von einer anderen Nutzerin zu übernehmen – auch wenn Ventile und Aufsätze neu sind, kann der Motor kontaminiert sein. Hier kannst Du online eine Philips Avent Milchpumpe mieten.

 


 

Membranen und Ventile: Oft vergessen, aber entscheidend

Ein Punkt, der beim Pumpenkauf selten bedacht wird: Alle Pumpen haben Verschleißteile – vor allem Membranen und Ventile. Diese kleinen Gummiteile sorgen dafür, dass der Unterdruck aufgebaut und aufrechterhalten werden kann. Sind sie verschlissen oder porös, lässt die Saugleistung spürbar nach.

Viele Mamas bemerken nach einigen Wochen, dass ihre Pumpe „nicht mehr so gut funktioniert" – und vermuten einen Defekt. In der Praxis sind es fast immer die Membranen, die für wenige Euro ersetzt werden können. Membranen und Ventile sollten bei täglicher Nutzung alle 4–8 Wochen ausgetauscht werden.

 


 

Fazit: So findest Du Deine Milchpumpe

Situation

Empfehlung

Gelegentliches Abpumpen

Manuelle Pumpe

Regelmäßiges Abpumpen, Arbeit

Elektrische Einfachpumpe

Ausschließliches Pumpen

Elektrische Doppelpumpe (ggf. leihen)

Unterwegs, diskret (ab 6–8 Wochen)

Wearable Pump als Ergänzung

Frühgeburt, Milchmangel

Klinische Leihpumpe auf Rezept

 

Lies Dir vor dem Kauf immer die Bewertungen zu Geräuschpegel, Brusthaubengröße und Ersatzteilversorgung durch. Und wenn Du Dir unsicher bist – frag Deine Hebamme oder Stillberaterin. Eine qualifizierte IBCLC findest Du unter www.bdl-stillen.de.

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