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Let’s talk HPV: Was Du über die HPV-Impfung und Vorsorge wissen musst

Let’s talk HPV: Was Du über die HPV-Impfung und Vorsorge wissen musst

Ein kleiner Piks und regelmäßige Checks können das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, stark reduzieren. Und wusstest Du, dass auch Faktoren wie Alter, Sexualverhalten und sogar das Rauchen eine Rolle spielen?

HPV-Impfung - Das musst Du wissen

Die HPV-Impfung ist eine wirksame Methode, um Dich vor Gebärmutterhalskrebs zu schützen.

Bist Du eigentlich geimpft?

Wenn nicht, keine Sorge! Du kannst die Impfung auch nach dem 18. Lebensjahr bekommen, allerdings musst Du selbst dafür zahlen (rund 450 Euro). Für Jungs und Mädels bis zum 17. Lebensjahr ist die Impfung kostenlos, empfohlen wird sie jedoch zwischen 9 und 14 Jahren.
Aber es gibt gute Neuigkeiten! Inzwischen übernehmen viele Krankenkassen die Impfung auch noch bis zum 26. Lebensjahr. Check dafür die Webseite der Krankenkasse oder kläre es persönlich vorab mit der Kasse.

Welcher Impfstoff ist der richtige für mich?

In Deutschland gibt es zwei zugelassene Impfstoffe: Cervarix® und Gardasil®9. Cervarix® bietet Schutz vor den Hochrisikotypen 16 und 18, die allein schon für 70% der Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind. Gardasil®9 geht all-in und schützt gegen insgesamt 7 der Hochrisikotypen und zwei Niedrigrisikotypen 6 & 11, die Feigwarzen verursachen. Damit hast Du einen Schutz gegen 90% der Gebärmutterhalskrebs verursachenden HPV-Typen.

Ist die Impfung sicher?

Die HPV-Impfung ist nach bisher vorliegenden Daten eine sichere Sache. Das Paul-Ehrlich-Institut, das die Augen auf die Impfstoff-Sicherheit hat, sammelt seit 2007 Infos über unerwünschte Reaktionen nach der HPV-Impfung. Bis jetzt wurden keine ernsthaften Nebenwirkungen gemeldet, die direkt auf die Impfung zurückzuführen wären.

Und weißt du was? Die Daten der WHO (Weltgesundheitsorganisation) zeigen genau das Gleiche.

Klar, wie bei vielen Impfungen gibt's auch hier ein paar Allgemeine Nebenwirkungen, die aber nichts Wildes sind – wie Schwellung, Rötung oder Schmerzen an der Einstichstelle. Kreislaufreaktionen wie Schwindel können auch mal vorbeischauen, aber das sind normale Reaktionen, die auch bei anderen Impfungen vorkommen können. Also keine Panik!

Wo kann ich mich impfen lassen?

Du kannst die Impfung bei verschiedenen Ärzten machen lassen, zum Beispiel bei Ärztinnen für Kinder- und Jugendheilkunde, Gynäkologinnen oder Allgemeinärzt*innen. Mädchen oder Junge bekommen ein kleines Spritzen-Duo im Abstand von etwa 5 Monaten. Wenn Du 15 Jahre alt bist oder älter, empfehlen die Experten drei Einzelimpfungen.

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind ein Muss und seit 2020 gibt es sogar ein organisiertes Screening-Programm. Wenn Du gesetzlich versichert bist und zwischen 20 und 65 Jahren alt, landet alle 5 Jahre ein Brief von Deiner Krankenkasse in Deinem Briefkasten. Der verrät Dir alles über das Programm und klärt Dich über Nutzen sowie Risiken der Untersuchungen auf. Aber warte, es wird noch besser: Egal, ob Du 20 oder über 65 Jahre alt bist, Du kannst die Krebsvorsorgeuntersuchung auch ohne diesen Brief wahrnehmen.

Das Ganze wird in zwei Altersgruppen geteilt.

20-34 Jahre:

Einmal pro Jahr kannst Du weiterhin den zytologischen Abstrich (auch als PAP-Abstrich bekannt) und eine klinische Untersuchung in Anspruch nehmen, inklusive:

  • Anamnese (z.B. Blutungsstörungen, Ausfluss)
  • gynäkologische Tastuntersuchung, genitale Hautregion
  • Ab 30 Jahren kommt zur Tastuntersuchung der Brust noch eine Anleitung zur Selbstuntersuchung hinzu
  • Gebärmutterhals-Abstrich (Pap–Abstrich) zur Zytologie
  • Auffällige Ergebnisse: weitere Abklärung - zytologische Untersuchung, HPV-Test, Kolposkopie
  • Beratung zu Ergebnissen
Ab 35 Jahre:
  • Alle 3 Jahre: kombinierte Untersuchung: PAP-Abstrich, HPV-Test, Tastuntersuchung Brust, Genitalbereich
  • Ein Gebärmutterhals-Abstrich wird auf HP-Viren und Zellveränderungen untersucht
  • Bei normalem PAP-Abstrich, aber anhaltend positivem HPV-Test nach 2 Jahren: Abklärungs-Kolposkopie
Good to know:
  • In der Altersgruppe der 21-29 jährigen sind HPV-Infektionen sehr häufig und heilen meist von alleine ab. Daher werden im Screening-Programm in dieser Gruppe HPV-Tests bei nur auffälligem PAP-Abstrich gemacht.
  • Studien weisen darauf hin, dass in der Altersgruppe der 30 -70 jährigen ein HPV-Test im Vergleich mit der zytologischen Untersuchung wirksamer und kosteneffektiv ist.
Muss ich nach der Impfung noch zur Vorsorge?

Die Impfung schützt vor den meisten HP-Viren, aber es lassen sich nicht alle Erkrankungen verhindern. Von 1.000 Frauen würden etwa 10 trotz HPV-Impfung im Laufe ihres Lebens an Gebärmutterhalskrebs erkranken, wenn sie nicht am Früherkennungsprogramm teilnehmen. Daher solltest Du unbedingt regelmäßig am Gebärmutterhals-Screening teilnehmen. Hier werden mögliche Krebsvorstufen (Dysplasien) frühzeitig erkannt und wenn nötig behandelt.

Schützen Kondome vor HPV?

Kondome können das Risiko einer HPV-Infektion senken, aber sie bieten keinen absoluten Rundumschutz. Das liegt daran, dass einige HPV-Viren nicht nur im Körperinneren, sondern auch auf den Schleimhäuten und der Haut im Genitalbereich vorkommen. So kann das Virus auch bei engem Körperkontakt übertragen werden.

Wie wird HPV behandelt?

Bisher gibt es keine wirksame Therapie gegen das HPV-Virus. Aber es gibt ein paar Ansätze, um Deinem Körper zu helfen. Zum Beispiel kannst Du Deflagyn und Vitamin D einnehmen, da diese dabei unterstützen, das Virus wieder loszuwerden. Aber, und das ist wichtig, die Studienlage hierzu ist noch nicht ganz eindeutig und weitere Forschung ist hier erforderlich, um mehr Klarheit zu schaffen.

Quellen:

RKI-Ratgeber

Kassenärztliche Bundesvereinigung

Gemeinsamer Bundesausschuss

Bundesamt für Gesundheit BAG (Schweizerische Eidgenossenschaft)

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